Januar - Es geht wieder los
- Rebekka
- 29. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Feb.
Kaum ist das alte Jahr mit all den Feiertagen vorbei, heißt es wieder Kalenderwoche (KW) eins im Januar und das ist für uns oft schon das Startsignal der neuen Saison. Im Dezember bereiten wir die Planung des kommenden Jahres vor. Jede Gemüsekultur wird einmal unter die Lupe genommen und wir überlegen, was gut geklappt hat und was nicht so gut. Hat der Erntezeitpunkt gepasst, oder war er zu früh oder zu spät? War es genug Menge? Je nachdem passen wir die Zahlen entsprechend an und lernen immer wieder dazu. Danach schauen wir einmal unser ganzes Saatgut durch und zählen jedes Korn. Zum Glück gibt es Feinwaagen und das sog. Tausendkorngewicht (TKG), dann kann die Menge ausgewogen und errechnet werden. Manche Samen sind so klein, dass das manuelle Auszählen sehr viel Geduld erfordern würde.
Wenn der Bestand geklärt ist und wir wissen, welche Kulturen und Mengen wir für das kommende Jahr brauchen, geht es ans Bestellen von neuem Saatgut. Fast mein liebster Teil der Winterplanung,da es jedes Jahr neue Sorten der verschiedenen Firmen zu entdecken gibt und viele auch Schnitt- und Bauerngartenblumen verkaufen. Ich muss mich jedes Mal zügeln, nicht zu viele Extras in die Warenkörbe zu packen, weil ich gern so Vieles ausprobieren würde.

Wenn die Einkäufe sortiert und verstaut sind haben wir meistens schon die besagte erste Kalenderwoche. Unser ganzer Aussaatplan für ein Anbaujahr geht nach KWs und im 14-tägigen Rhythmus säen wir das meiste aus. Am Anfang der Liste stehen Kulturen die lange brauchen bis sie große Jungpflanzen sind, das sind vor allem Zwiebelgewächse und Doldenblütler (z.B. Fenchel und Petersilie). Das kombiniert sich mit sehr frühen Gemüsen, die gut mit kälteren Temperaturen und vielleicht auch mal Frost klar kommen. Darunter fallen überwiegend Blattgemüse wie Spinat, Salate und Rucola und Radieschen, Rettich oder Mairüben gehören auch dazu. Die Kohlarten werden schon direkt in die Erde gesät und der Rest in einem geschützten Bereich vorgezogen. Die befüllten Pflanzgefäße kommen dann auf eine Heizmatte und unter künstliches Licht, weil es sonst noch zu kalt wäre und in einem Gebäude mit Wärme wiederum zu wenig Sonnenlicht scheint.
Das ist schon immer etwas Aufwand. Auch Temperatur und Feuchtigkeit müssen regelmäßig geprüft werden. Andererseits ist es richtig schön, sich den Frühling schon ins Haus zu holen und die Freude immer groß, sobald die ersten grünen Spitzen aus der Erde schauen.



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